Umrechnung Zwischen Dachneigung, Winkel, und Neigungsprozent
Die Dachneigung ist das Verhältnis des vertikalen Anstiegs eines Dachs zu seiner horizontalen Lauflänge, ausgedrückt als X-zu-12-Notation, ein Winkel in Grad oder ein Neigungsprozentsatz. Geben Sie einen gemessenen Anstieg und eine Lauflänge ein — oder einen Winkel, der direkt von einer Wasserwaage oder einem digitalen Winkelmesser abgelesen wurde — und dieser Rechner wandelt ihn in alle drei Angaben gleichzeitig um, sodass Sie einem Handwerker geben können, welche er braucht.
Dies ist das Gegenstück zum Dachdeckungsrechner der Seite — jener Rechner nimmt die Neigung als bekannte EINGABE, um zu berechnen, wie viel Dachmaterial eine Neigung benötigt; dieser hier berechnet die Neigung selbst, bevor Sie sie kennen.
Die Formel
Jede Angabe ist dasselbe zugrunde liegende Anstieg-zu-Lauflänge-Verhältnis, nur unterschiedlich skaliert oder umgerechnet:
Wenn Sie stattdessen von einem gemessenen Winkel ausgehen, läuft dieselbe Beziehung rückwärts: , und alle anderen Werte ergeben sich daraus.
Beispielrechnung
Ein Dach mit 6 Zoll Anstieg auf 12 Zoll Lauflänge:
- Verhältnis: .
- Neigung: .
- Winkel: .
- Neigung %: .
Und für einen mit einer Wasserwaage abgelesenen Winkel von 45°:
- Verhältnis: .
- Neigung: .
- Neigung %: .
Wichtige Einflussfaktoren
- Die Dachneigung bestimmt, welche Dachmaterialien tatsächlich dafür geeignet sind. Sehr flache Dächer benötigen im Allgemeinen Membran- oder Bitumen-Flachdachbedeckung statt Standard-Asphaltschindeln, da Schindeln auf eine ausreichend steile Neigung angewiesen sind, um Wasser effektiv abzuleiten, statt es sich ansammeln zu lassen — es lohnt sich, die eigene Mindestneigungsanforderung eines Materialherstellers gegen eine gemessene Neigung zu prüfen, bevor ein Dachmaterial gewählt wird.
- Steilere Dächer leiten Regen, Schnee und Schmutz effektiver ab, bringen aber echte Bau- und Sicherheitszielkonflikte mit sich. Eine höhere Neigung entwässert Wasser und Schnee im Allgemeinen schneller, ist aber auch schwieriger und oft teurer, sicher daran zu arbeiten, und verwendet typischerweise mehr Dachmaterial für dieselbe Grundfläche als ein flacheres Dach.
- Die X-in-12-Notation ist eine US-Dachdecker-Branchenkonvention, speziell weil 12 Zoll eine Standard-Referenzlänge im Rahmenbau ist, keine willkürliche Wahl. Eine „6-in-12”-Neigung bedeutet, dass das Dach für je 12 Zoll (1 Fuß) horizontalen Verlauf um 6 Zoll steigt — diese Konvention ist eigenständig, wenn auch mathematisch verwandt mit den Winkel-in-Grad- und Neigungsprozent-Notationen, die dieser Rechner ebenfalls bereitstellt.
- Steigung und Verlauf genau zu messen ist wichtiger als, in welche Notation Sie letztlich umrechnen. Da jede von diesem Rechner erzeugte Notation aus demselben zugrunde liegenden Steigung/Verlauf-Verhältnis abgeleitet wird, pflanzt sich ein kleiner Messfehler bei Steigung oder Verlauf identisch in die Neigungs-, Winkel- und Neigungsprozent-Ergebnisse fort.
Häufige Fehler
- Verwechseln, welche Zahl der Anstieg und welche die Lauflänge ist. Bei „6-zu-12” ist die 6 immer der Anstieg und die 12 immer die Lauflänge — sie zu vertauschen beschreibt ein völlig anderes, viel steileres oder flacheres Dach.
- Anstieg und Lauflänge entlang der geneigten Dachfläche statt der tatsächlichen horizontalen und vertikalen Abstände messen. Die Lauflänge muss horizontal und der Anstieg vertikal gemessen werden — das Messen entlang der geneigten Dachfläche selbst ergibt ein verzerrtes Verhältnis.
- Annehmen, dass Neigung und Winkel linear zusammen skalieren. Da die Beziehung eine Tangensfunktion beinhaltet, verdoppelt eine Verdopplung der Neigung (z. B. von 6-zu-12 auf 12-zu-12) nicht den Winkel in Grad — der Winkel wächst zunächst schneller und dann mit zunehmender Neigung langsamer.
Gut zu Wissen
- Kennen Sie bereits die Neigung Ihres Dachs und möchten stattdessen Materialien schätzen? Dachdeckungsrechner berechnet die geneigte Oberfläche und die Schindelanzahl aus einer Grundfläche und Neigung.
- Bemessen Sie die Fassadenverkleidung für dasselbe Gebäude? Fassadenverkleidungsrechner schätzt das Material, das zur Abdeckung der Außenwandfläche benötigt wird.
- Planen Sie Dachrinnen passend zu den Entwässerungsanforderungen Ihres Dachs? Dachrinnengrößen- und Längenrechner bemisst Dachrinnen und Fallrohre aus Dachfläche und Niederschlagsintensität.