Knackzeit aus Länge und Zeichentypen Schätzen
Die Stärke eines Passworts wird durch seine Entropie gemessen — wie viele Versuche ein Brute-Force-Angreifer im schlimmsten Fall bräuchte — was von seiner Länge und der Anzahl der verwendeten Zeichentypen abhängt. Geben Sie die Zusammensetzung Ihres Passworts ein (niemals das Passwort selbst), um seine Knackzeit zu schätzen.
Die Formel
Zeichensatzgrößen: 26 Kleinbuchstaben, 26 Großbuchstaben, 10 Ziffern und 32 gängige Symbole.
Beispielrechnung
Ein 8-stelliges Passwort nur mit Kleinbuchstaben (26 Zeichen), bei 10 Milliarden Versuchen/Sekunde:
- Entropie:
- Durchschnittliche Knackzeit:
Wichtige Einflussfaktoren
- Diese Schätzung geht von einem OFFLINE-Brute-Force-Angriff gegen einen gestohlenen Passwort-Hash aus, der viel schneller ist als ein Online-Ratversuch gegen ein echtes Login-Formular. Die meisten echten Dienste begrenzen die Rate oder sperren wiederholte fehlgeschlagene Anmeldeversuche, was einen Online-Angreifer im Vergleich zu den hier verwendeten Versuche-pro-Sekunde-Zahlen drastisch verlangsamt — Offline-Brute-Forcing (nach einem Datenleck, das Passwort-Hashes offenlegt) ist das Szenario, für das diese Art von Schätzung tatsächlich am relevantesten ist.
- Ein gängiges, wörterbuchbasiertes oder bereits geleaktes Passwort kann weit schneller geknackt werden, als seine rohe Entropie nahelegt. Dieser Rechner geht von einer echten, gleichmäßig zufälligen Brute-Force-Suche über den gesamten Zeichensatz aus — ein echter Angreifer probiert typischerweise zuerst gängige Passwörter, Wörterbuchwörter und bekannt geleakte Passwörter, was ein „nach der Mathematik hochentropisches” Passwort fast sofort knacken kann, wenn es tatsächlich ein gängiges Wort mit Ersetzungen ist.
- Die Rategeschwindigkeit variiert enorm, je nachdem, welcher Hashing-Algorithmus das Passwort schützt. Ein Passwort, das mit einem langsamen, speziell dafür gebauten Algorithmus (wie bcrypt oder Argon2) gehasht wurde, kann um Größenordnungen länger zum Brute-Forcen brauchen als eines, das mit einem schnellen, universellen Algorithmus gehasht wurde — dies ist ein Faktor außerhalb der eigenen Stärke eines Passworts, der ganz davon abhängt, wie der speichernde Dienst die Sicherheit umgesetzt hat.
- Die reale Sicherheit eines Passworts hängt von mehr ab als nur der Knackzeit-Mathematik. Die Wiederverwendung eines Passworts über mehrere Konten hinweg, ein Phishing-Versuch oder das Abfangen durch Schadsoftware umgehen dieses Brute-Force-Modell vollständig — siehe die eigenen Wichtigen Einflussfaktoren des Passwort-Generator-Rechners für das größere Bild jenseits der reinen Entropie.
Häufige Fehler
- Ein echtes, tatsächliches Passwort eingeben, um es zu „prüfen”. Dieser Rechner fragt absichtlich niemals nach dem echten Passworttext, sondern nur nach dessen Länge und Zeichentypen — ein echtes Passwort in ein beliebiges Online-Tool einzugeben, selbst eines, das behauptet, es nicht zu speichern, ist ein unnötiges Risiko, das man am besten ganz vermeidet.
- Annehmen, dass eine hohe Knackzeit-Schätzung bedeutet, dass ein Passwort tatsächlich sicher wiederzuverwenden ist. Dieser Rechner misst nur den Widerstand gegen Brute-Force-Raten — ein langes Passwort mit hoher Entropie, das auf mehreren Websites wiederverwendet wird, ist immer noch vollständig gefährdet, sobald eine dieser Websites von einem Datenleck betroffen ist, unabhängig davon, wie viele Jahrhunderte die Knackzeit-Schätzung anzeigt.
- Eine aus echten Wörterbuchwörtern bestehende Passphrase als gleichwertig mit ihrer berechneten Entropie behandeln. Die Mathematik hier geht von einer gleichmäßig zufälligen Suche über den gesamten Zeichensatz aus — ein Passwort aus erkennbaren Wörtern, Namen oder Mustern lässt sich oft weit schneller knacken, als seine rohe Länge und Zeichenvielfalt vermuten lässt, da echte Angreifer zuerst wahrscheinliche Vermutungen ausprobieren.
- Eine unrealistische Rategeschwindigkeit wählen und das Ergebnis als präzise behandeln. Die Rategeschwindigkeit variiert um Größenordnungen, je nach Hardware des Angreifers und dem Hashing-Algorithmus, der das Passwort schützt — behandeln Sie die Knackzeit-Schätzung als grobe Größenordnung, nicht als exakten Countdown.
Gut zu Wissen
- Müssen Sie tatsächlich ein neues Passwort generieren, statt ein bestehendes zu bewerten? Passwortgenerator erstellt ein zufälliges Passwort aus einer gewählten Mischung von Zeichentypen mit kryptografisch sicherer Zufälligkeit.