Berechnung einer Kaution und ihrer Rückerstattung beim Auszug
Eine Kaution ist eine Vorauszahlung, die ein Vermieter einbehält, um unbezahlte Miete oder Schäden über normale Abnutzung hinaus abzudecken, und die (ganz oder teilweise) nach dem Auszug eines Mieters zurückerstattet wird. Geben Sie Ihre monatliche Miete und einen Faktor ein — wie viele Monatsmieten die Kaution entspricht — und dieser Rechner findet den Kautionsbetrag. Fügen Sie Abzüge beim Auszug hinzu, um die erwartete Rückerstattung zu sehen.
Die Formel
- Kaution = Monatliche Miete × Kautionsfaktor.
- Fällige Rückerstattung = Kaution − Abzüge.
- Abzüge % = Abzüge ÷ Kaution × 100.
Berechnungsbeispiel
1.500 € monatliche Miete mit einem 1,5-fachen Kautionsfaktor:
- Kaution: 2.250 € (1.500 € × 1,5).
- Mit 300 € an Abzügen beim Auszug beträgt die fällige Rückerstattung 1.950 € (2.250 € − 300 €), also 13,3 % einbehalten.
Wichtige Einflussfaktoren
- Die meisten Bundesstaaten verlangen gesetzlich, dass ein Vermieter eine Kaution (oder eine detaillierte Liste der Abzüge) innerhalb eines bestimmten Zeitfensters nach dem Auszug zurückgibt. Dieses Fenster reicht üblicherweise von 14 bis 30 Tagen, je nach Bundesstaat — ein Vermieter, der eine Kaution weit über diese gesetzliche Frist hinaus ohne Erklärung einbehält, verstößt möglicherweise gegen örtliches Mieterschutzrecht.
- Ein- und Auszugsdokumentation ist eines der praktischsten Dinge, die ein Mieter tun kann, um eine Kautionsrückerstattung zu schützen. Fotos oder ein schriftlicher Zustandsbericht beim Einzug, aufbewahrt und mit dem Zustand der Einheit beim Auszug verglichen, liefern konkrete Beweise, falls ein Abzug später bestritten wird — dies wird weithin empfohlen, genau weil „Aussage gegen Aussage”-Streitigkeiten über bereits bestehende Schäden häufig sind.
- Manche Rechtsordnungen verlangen, dass ein Vermieter Zinsen auf eine gehaltene Kaution zahlt. Einige Bundesstaaten und Städte schreiben vor, dass Kautionen auf einem separaten Konto gehalten werden und dem Mieter Zinsen abwerfen, entweder jährlich oder beim Auszug — es lohnt sich, das örtliche Recht zu prüfen, da dies erheblich variiert und nicht universell ist.
- Eine Kaution und die „letzte Monatsmiete” werden manchmal als rechtlich getrennt behandelt, selbst wenn sie zusammen erhoben werden. Manche Rechtsordnungen haben unterschiedliche Regeln dafür, wie jede verwendet und erstattet werden kann — ein Mietvertrag, der beides kombiniert, sollte sorgfältig gelesen werden, um zu verstehen, welcher Schutz für welchen Teil der Vorauszahlung gilt.
Häufige Fehler
- Anzunehmen, dass jeder Bundesstaat oder jede Stadt dieselbe Kautionsgröße erlaubt. Kautionsgrenzen — wo sie existieren — werden je Bundesland (und manchmal je Stadt) festgelegt und können sich durch Gesetzgebung ändern. Dieser Rechner erledigt nur die Mathematik; prüfen Sie Ihre örtlichen Mietrechtsvorschriften auf eine geltende Obergrenze.
- Normale Abnutzung mit Schaden zu verwechseln. Verblasste Farbe oder durch normale Nutzung abgenutzter Teppich können in der Regel nicht von einer Kaution abgezogen werden, während vom Mieter verursachte Schäden (Löcher in Wänden, kaputte Armaturen) in der Regel können — die genaue Grenze hängt vom örtlichen Recht ab.
- Die Kaution nicht neben der ersten Monatsmiete einzuplanen. Eine 1,5- oder 2-fache Kaution zusätzlich zur ersten Monatsmiete kann sich zu erheblichen Vorabkosten summieren — prüfen Sie, wie sie in Ihr Gesamtbudget passt, bevor Sie einen Mietvertrag unterschreiben, mit dem Budgetrechner.
Gut zu Wissen
- Möchten Sie sich vor Schadenskosten schützen, die Ihre Kaution aufzehren könnten? Mieter-Hausratversicherungskosten-Rechner deckt Ihr eigenes Eigentum und Ihre Haftung ab, was ein separates, aber verwandtes Anliegen ist.
- Planen Sie Ihre gesamten Einzugskosten, nicht nur die Kaution selbst? Budgetrechner hilft Ihnen zu sehen, wie die Kaution neben der ersten Monatsmiete und anderen Vorabkosten passt.